Verschiedene Kinesiologie-Richtungen erklärt...

Angewendete Konzepte und etwas Kinesiologie-Geschichte
In der Kinesiologie existieren über 200 unterschiedliche Richtungen (Konzepte). Je nach beruflichem Hintergrund des Begründers oder der Begründerin legt das jeweilige Konzept den Fokus mehr auf Medizin, Psychologie, Neurowissenschaften, Pädagogik, Sport, Musik, oder anderes.

Kurzer Einblick in die Kinesiologie-Geschichte:
Allen gemeinsam ist der Ursprung in Dr. George Goodheart begründet, einem amerikanischen Arzt und Chiropraktiker, der in den 1960er Jahren erkannt hatte, dass sich Störungen im Energiesystem des Körpers auf den Zustand der Muskulatur auswirken. Er konnte den Zusammenhang zu den Meridianen (Energieleitbahnen) der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) herstellen und dies mit dem Know How der westlichen Medizin verbinden. So entwickelte er zunächst die Angewandte Kinesiologie (für Mediziner) und dann gemeinsam mit seinem Schüler John Thie die erste Kinesiologierichtung Touch for Health (Gesund durch berühren).

Dr. Paul und Gail Dennison haben darauf aufbauend mit Brain Gym vor allem ein Konzept gebaut, das besonders fürs Lernen und in der Pädagogik eingesetzt wird.

Im Anschluss haben sich seit den späten 1970er Jahren weit verzweigt viele weitere Konzepte gebildet.

Meine Hauptkonzepte

Health Kinesiologie (HK)
Hauptsächlich arbeite ich mit der Health Kinesiologie nach Dr. Jimmy Scott, mit der ich alle anderen Konzepte verbinde. Jimmy Scott war Bio-Psychologe und entwickelte die HK ab den späten 1970er Jahren sowie fortan immer weiter. Er verbindet darin die Erkenntnisse aus seiner jahrelangen physio-psychologischen Forschungstätigkeit mit der Angewandten Kinesiologie, der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und der modernen Psychologie und bezieht darin ebenso die neuesten Erkenntnisse aus der Quantenphysik, den Neurowissenschaften und der Bioenergie mit ein. Die HK ist ein in sich abgeschlossenes, umfassendes System, das den Menschen ganzheitlich auf allen Ebenen betrachtet. Sie geht davon aus, dass alle Körperebenen des Menschen (körperlich, biochemisch, emotional, geistig, seelisch) miteinander verknüpft sind und sich gegenseitig beeinflussen. Daher reichen auch die Anwendungsgebiete von Themen wie Allergien und Entgiftung über die Verbesserung von Sinneswahrnehmungen oder Bewegungsabläufen bis hin zu einem breiten Spektrum psychologischer Balancen. Eine Besonderheit der Health Kinesiologie ist, dass sie nach Prioritätenreihenfolge in Verbindung mit einem Flussdiagramm vorgeht: das Energiesystem sucht sich jeweils das, was als nächstes vom Körper an Stress in sich vollständig abgebaut werden kann und die meiste Energie freisetzt. So steht Dir hinterher mehr Energie für andere zu bewältigende Themen bereit, die sich dadurch ebenso verändern können.

R.E.S.E.T. TMJ® – Kiefergelenksentspannung & Kinergetics
Die beiden Konzepte RESET TMJ Kiefergelenksentspannung und Kinergetics stammen vom Australier Philip Rafferty, der sich umfassend mit dem Kiefergelenk (TMG) und der Hydration (Wasserhaushalt) befasst hat. Er entwickelte ab 1991 zuerst Kinergetics, dann RESET.

Dabei schuf Philip Rafferty mit Kinergetics ein eigenständiges kinesiologisches Konzept, das einzig mit Heilenergie über die Hände arbeitet, um Energieungleichgewichte zu balancieren.
Das Kiefergelenk und seine Muskulatur sind entscheidend für die gesamte Körperstruktur, da es über den Schädelknochen und das Keilbein mit dem Skelett und den Muskeln des ganzen Körpers verbunden ist, sowie mit den Nervenbahnen und Meridianen.

Mit Hydration ist nicht gemeint, wie viel Du trinkst, sondern ob und wieviel Wasser Dein Körper aufnehmen und verwerten kann. Wasser ist für den Körper von enormer Bedeutung als Informationsträger u.a. für Mineralstoffe, den CO2 – und Sauerstoffaustausch und Sauerstofftransport. Ist die Hydration gestört, können nicht nur körperliche Prozesse und die Selbstregulation, sondern auch alle Lern- und Gedächtnisprozesse nicht mehr oder nicht mehr angemessen stattfinden.

RESET kann gut eingesetzt werden bei Zähneknirschen oder Spannungen, die durch Zahnspangen verursacht werden. Auch lassen sich damit Kopf- und Nackenschmerzen reduzieren.

Ausführliche Informationen zu RESET findest Du hier.

Weitere Konzepte

Brain Gym® /Edu-Kinesthetik
Brain Gym® – „Gehirngymnastik“ – ist ein einfaches und wirkungsvolles Bewegungstraining, das Lern-, Konzentrations- und Gehirnleistungen bei Kindern und Erwachsenen verbessert. Entwickelt wurde es in den 1980er Jahren von dem amerikanischen Pädagogen Dr. Paul Dennison und seiner Frau Gail. Aus eigenen mühevollen Lernerfahrungen heraus erkannte Dr. Dennison die enge Verbindung zwischen Bewegung und Lernfähigkeit.

Ziel ist es, Lernblockaden zu erkennen und zu lösen, um wieder leichter und mit mehr Freude lernen zu können – so, wie es bei kleinen Kindern noch selbstverständlich ist. Viele Lern- und Konzentrationsprobleme entstehen durch eine mangelnde Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften. Brain Gym® setzt genau hier an: Dr. Dennison sah Bewegung als „Tor zum Lernen“ und entwickelte leicht erlernbare Übungen, die gezielt die Kommunikation zwischen den Gehirnbereichen aktivieren, die Stress abbauen, das emotionale Gleichgewicht stärken und die Konzentrationsfähigkeit verbessern.

Die Methode ist für jedes Alter geeignet und lässt sich flexibel einsetzen – in Schule, Beruf und Alltag, vor Prüfungen, bei Hausaufgaben oder einfach zwischendurch. Später entwickelten Paul und Gail Dennison diese Grundideen mit der Edu-Kinesthetik weiter. So werden das eigene Potential besser genutzt und Herausforderungen können entspannt gemeistert werden.

Touch for Health
nach Dr. John Thie
Touch for Health (TfH) – wörtlich „gesund durch Berühren“ – ist ein weiteres ganzheitliches Konzept der Kinesiologie ohne Nebenwirkungen, entwickelt in den 1970er Jahren von Dr. John F. Thie, das Aspekte der Chiropraktik, Kinesiologie, Akupressur und Ernährungswissenschaft miteinander verbindet.

Mithilfe von Muskeltests werden bis zu 42 Muskeln untersucht, die jeweils mit bestimmten Organen und Meridianen im Körper in Verbindung stehen. Ziel ist es, Ungleichgewichte frühzeitig zu erkennen und mittels sanfter Berührungstechniken wie Meridianfahrten, Akupressur sowie neurolymphatischer und neurovaskulärer Punkte auszugleichen. So wird der Energiefluss wieder hergestellt.

TfH wird vorbeugend eingesetzt, bietet jedoch auch effektive Unterstützung bei Schmerzen, Stress, Jetlag und allgemeinen Energie-Blockaden. Die Praxis ermöglicht es, den Energiehaushalt ins Gleichgewicht zu bringen, Stress abzubauen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.

Wellnesskinesiologie
nach Dr. Wayne Topping
Stress Release – oder übersetzt: Wellness-Kinesiologie – wurde vom Neuseeländischen Geologen Dr. Wayne Topping in den 1980er Jahren entwickelt. Dabei werden mithilfe von einfachen Stressabbautechniken, Augenbewegungen und das Klopfen von Akupunkturpunkten unerwünschte Glaubensmuster und belastende Gewohnheiten verändert, störende reflexartige Verhaltensweisen aufgelöst und Selbstsabotage abgelöst. So kann wieder psychisches Wohlbefinden entstehen. Die Techniken sind auch bestens als Selbsthilfe geeignet und lassen sich zu Hause im Alltag gut integrieren.

Transformationskinesiologie
nach Grethe Fremming und Rolf Havsboel
Die Transformationskinesiologie wurde in den 1980er Jahren von Grethe Fremming und Rolf Havsboel (Dänemark) entwickelt. Sie bezieht das Wissen der zeitlosen Weisheit in ihr Konzept mit ein.

So wird das Leben aus einer höheren Ebene betrachtet: Was sind wirklich meine (Herzens-) Ziele, was ist meine Vision und was hält mich davon ab, diese zu erreichen und mein volles Potential zu entfalten?

Dabei treten verborgene innere Blockaden, belastende Denkmuster und einschränkende Glaubenssätze zu tage, werden gelöst und umgewandelt, eben: transformiert. Dies kann bis hin zu Verstrickungen gehen, die über Generationen hinweg gewirkt haben.

Die Transformationskinesiologie unterstützt Dich u.a. mit gezielten Visualisierungsreisen dabei, Deine Visionen tatsächlich zu verwirklichen, authentisch zu handeln und Dein Leben so zu gestalten, wie Du es gerne leben willst.

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